Augengesundheit am Arbeitsplatz

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Kaum eine Branche kommt heute ohne Computer aus, überall erleichtern PCs und Laptops das Arbeitsleben. Durch die modernen Geräte werden die Arbeitsabläufe optimiert, allerdings nicht ohne Nebenwirkungen für die Beschäftigten. Wer den ganzen Tag hinter dem Bildschirm verbringt, bewegt sich zu wenig. Oft kommt es zu unangenehmen Rücken- und Schulterverspannungen. Die Gründe für häufige Kopfschmerzen von Mitarbeitern sind jedoch nicht nur in der oft nicht idealen Sitzposition, sondern auch in Überlastungen des Sehorgans zu suchen. Die Zahl der Arbeitnehmer, die Kontaktlinsen oder Brillen tragen müssen, steigt an.

Welche gesundheitlichen Probleme sind auf die Bildschirmarbeit zurückzuführen?

Wer in einem Büro arbeitet und den ganzen Tag hinter dem Bildschirm verbringt, bewegt sich weniger. Das gilt nicht nur für die Beine und Arme, sondern auch für die Augen. Wenn man sich draußen bewegt oder Hausarbeiten nachgeht, schweift der Blick zwischendurch immer wieder in die Ferne. Nicht so bei der Bildschirmarbeit. Dann liegt der Fokus nämlich fast ausschließlich in der Nahsicht. Der Blick wechselt zwischen dem Bildschirm, der Tastatur, der Maus und Dokumenten, die man neben sich auf dem Schreibtisch liegen hat. Kaum jemand achtet jedoch darauf, zwischendurch einen Punkt in der Ferne zu fokussieren um einen Ausgleich zu schaffen. Genau das wäre jedoch wichtig, um dem Auge für einen Moment Ruhe zu gönnen. Daher ist es wichtig, von Zeit zu Zeit aus dem Fenster zu schauen oder während der Kaffeepause nicht zu lesen oder sich mit dem Smartphone zu beschäftigen, sondern auch dem Sehorgan eine Pause zu gönnen. Zwar sieht Gesichtsgymnastik seltsam aus, für die Augen ist sie jedoch eine Wohltat. Hier einige Übungen, die man schnell und zwischendurch ohne viel Aufwand ausführen kann:

  • Stirnrunzeln
  • Augen fest zukneifen und im Anschluss weit aufreißen
  • Jeden Gesichtsmuskel zusammenzuziehen – wie wenn man in eine extrem saure Zitrone beißt
  • Mund aufreißen
  • Anschließend die Augen für einige Sekunden schließen und entspannen

Die Augen immer wieder bewusst zu schließen, macht durchaus Sinn. Viele Probleme resultieren nämlich aus der Tatsache, dass man während der Bildschirmarbeit deutlich weniger blinzelt als im Alltag. Durch das automatische Schließen und Öffnen der Augen wird der Sehkörper mit Flüssigkeit versorgt. Bei der Arbeit am Computer blinzelt man dreimal weniger als bei anderen Tätigkeiten. Kein Wunder, dass viele unter gereizten und trockenen Augen leiden.

Was kann man sonst noch tun?

Egal ob man bereits Monatslinsen oder eine Brille trägt oder noch nicht von Fehlsichtigkeit betroffen ist, Bildschirmarbeit stellt eine Belastung für die Augen dar. Am Smartphone sind die Buchstaben und Zeichen noch kleiner, somit kommt es zu einer noch höheren Belastung. Dennoch sind die modernen Geräte aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Mit einigen wichtigen Maßnahmen kann man zur Verbesserung der Augengesundheit beitragen. Dazu gehört zum Beispiel die Ausrichtung des Bildschirms. In manchen Büros stehen die Schreibtische direkt vor dem Fenster. In dieser Position fällt das Licht direkt hinter dem Bildschirm ein und der Mitarbeiter wird geblendet. Besser ist, den Computer oder Laptop parallel zum Fenster aufzustellen und sich für einen drehbaren Monitor zu entscheiden. Dann kann die Sitzposition immer entsprechend des jeweiligen Lichteinfalles angepasst werden. Hochwertige Bildschirme helfen dabei die Augen gesund zu halten, folgende Kriterien sind dabei relevant:

  • Optimale Entspiegelungsklasse wählen
  • Auf Qualitätssigel achten
  • Kontraktverhältnis (schwarze zu weiße Pixel) beträgt im Idealfall 200 zu 1
  • Helligkeit von 200 Candela pro Quadratmeter gilt als optimal
  • Bildschirmgröße: für Textverarbeitung werden 17 Zoll empfohlen
  • Flachbildschirme sind zu bevorzugen

Zu welchen Problemen kommt es durch die Bildschirmarbeit?

Der permanente Blick in den Monitor hat verschiedene Auswirkungen auf das Auge. Wie schon erwähnt trocknet der Sehkörper aus, weil man während der Bildschirmarbeit seltener blinzelt. Ist das Auge überlastet, kann es auch zu Flimmern kommen. Manchmal fangen nach einiger Zeit die Buchstaben an, zu verschwimmen. Auch Kopfschmerzen, die keine sonstige Ursache haben, sind häufig auf Bildschirmarbeit zurückzuführen. Abhilfe schaffen Augentropfen und die regelmäßige Entspannung des Sehorgans. Selbst wenn man eine Sehstörung bereits mit Tageslinsen oder einer Brille ausgeglichen hat, kann sich die Dioptrienzahl laufend erhöhen, weil die Sehleistung immer schlechter wird. Für jeden, der permanent hinter dem Bildschirm arbeitet, ist eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt zu empfehlen. Nicht nur Menschen, die schlecht sehen, sollten Ihre Augen regelmäßig vom Experten checken lassen. Auch bei Rötungen, trockenen Augen oder unerklärlichen Kopfschmerzen kann der Augenarzt helfen.

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